Überspannungsschutz
Überspannungsschutz
Unter Überspannungsschutz wird der Schutz elektrischer und elektronischer Geräte vor zu hohen elektrischen Spannungen verstanden. Die Überspannungen werden durch den Blitz als Naturereignis oder durch kapazitive und induktive Einkopplungen anderer elektrischer Systeme hervorgerufen.
Da einige Geräte der modernen Netzwerktechnologie schon sehr preiswert zu bekommen sind, macht es nicht in jedem Fall Sinn, diese Bereiche mit Überspannungsschutz auszurüsten. Die Entscheidung, welche Anlagen/Systeme geschützt werden sollten, basiert auf vier Schwerpunkten:
Anlagenteile, die eine besondere Gefährdung darstellen sollten geschützt werden. So sind Außenantennen, lange Datenleitungen und Leitungen in der Nähe von hohen Energieübertragungen besonders gefährdet.
Systeme die besonders teuer in der Anschaffung sind, sollten immer gegen Überspannung gesichert werden. Das können Computer, Spezialanfertigungen oder Hochleistungs-Netzwerkrouter sein.
Unabhängig von Preis und Gefährdung sollten Systeme, deren Funktion von besonderer Bedeutung ist, gesichert werden. Komponenten, die das Kerngeschäft der Firma bilden oder auch nur die Telefonanlage, die im Falle eines Ausfalls das tägliche Geschäft extrem behindern.
Gefährdung für Gebäude oder Personen: Ist ein erhöhtes Verletzungsrisiko im Fall von Überspannung gegeben, sind ebenfalls Maßnahmen zum Blitzstrom-Potentialausgleich zu treffen. Dies wird auch insbesondere in öffentlichen Gebäuden über Normen/Auflagen gesetzlich geregelt.
Genau wie beim Blitzschutz muss auch bei dem Überspannungsschutz darauf geachtet werden, dass alle Zugänge zum System abgesichert werden. Neben der Stromversorgung sollte also immer die Netzanbindung mit in die Betrachtung einbezogen werden.